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Institut für pastorale Bildung der Erzdiözese Freiburg
Der Weihegottesdienst
Der Weihegottesdienst bildet den Abschluss der Ausbildung und zugleich
den Auftakt zum Dienst des Ständigen Diakons. Mit der Weihe
wird der Kandidat endgültig und ständig als Diakon in
den Dienst Jesu Christi genommen. Im Auftrag aller Glaubenden der
Kirche vollzieht der Bischof die Weihe an den einzelnen Kandidaten.
Die Weihe eines Ausbildungskurses findet jährlich am Wochenende
vor dem ersten Advent statt. Alle zwei Jahre wird der Weihegottesdienst
nicht im Freiburger Münster gefeiert, sondern in einer anderen
Kirche der Erzdiözese.
So haben jeweils die Gläubigen aus diesen Regionen die Gelegenheit,
einen solchen nicht alltäglichen Gottesdienst mitzufeiern.
Die gastgebende Pfarrei St. Johann in Bad Dürrheim
Dieses Jahr ist der Weihegottesdienst in der Pfarrkirche St. Johann
in Bad Dürrheim im Umfeld von Schwarzwald und Baar-Hochebene
gelegen. Die katholische Kirchengemeinde St. Johann (www.stjohannbd.de)
umfaßt ca. 3.300 Gemeindemitglieder im Kernort Bad Dürrheim.
Seit Januar 2000 bildet sie zusammen mit den Umlandgemeinden St.
Peter und Paul in Hochemmingen, St. Mauritius in Sunthausen und
St. Gallus in Unterbaldingen eine Pfarreiengemeinschaft (Seelsorgeeinheit).
Das Seelsorgeteam besteht aus Pfarrer Paul Heizmann, Vikar Wolfgang
Kolodzy, Gemeindeassistentin Schwester Birgit Maria und Diakon Karl-Heinz
Groß. Außerdem gibt es viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, die das Gemeindeleben prägen.
Mitten der Stadt gelegen ist die Kirche mit einem sehr schönen
barocken Hochaltar aus dem Jahre 1879 ausgestattet. Mit dem Abbruch
des Langhauses1970/72 ging eine Erweiterung und völlige Neugestaltung
der Kirche einher.
Neben der Ortsgemeinde besteht eine eigene Kurseelsorge, die auf
die lange Tradition der Kur- und Bäderstadt Bad Dürrheim
verweist. Hier findet sich das einzige Sole-Heilbad im Schwarzwald.
Der Bischof des Weihegottesdienstes
Dem Gottesdienst vorstehen wird in diesem Jahr Weihbischof Dr.
Paul Wehrle. Von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von
Nova Germania und zum Weihbischof in der Erzdiözese Freiburg
ernannt und wurde Weihbischof Dr. Wehrle am 5. 7. 1981 von Erzbischof
Dr. Oskar Saier zum Bischof geweiht.
Derzeit ist Weihbischof Paul Wehrle Bischofsvikar für Hochschulen
und Hochschulpastoral, zugleich zuständig für die Katholische
Akademie Freiburg und Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz
für die bischöflichen Stipendienwerke KAAD (Kath. Akademischer
Ausländer-Dienst) und Cusanuswerk. Außerdem ist er Mitglied
der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz und Leiter
deren Arbeitsgruppe "Grundfragen der Gemeindepastoral und Katechese"
sowie Mitglied der Kommission für Wissenschaft und Kultur.
Sein bischöflicher Wahlspruch lautet "In der Kraft des
Geistes" - "in spiritus fortitudine"
Die Feste in den Heimatgemeinden der neuen Diakone
An einem der folgenden Sonntage feiern die neugeweihten Diakone
zuhause in ihren jeweiligen Pfarrgemeinden einen festlichen Gottesdienst
und ein Fest zusammen mit der dortigen Ortsgemeinde.
Hier finden Sie
die wesentlichen Rituale des Weihegottesdienstes mit entsprechenden
kurzen Erläuterungen. Unten ist das Gebet abgedruckt, das
der Bischof über die Weihekandidaten spricht. Das Gebet, das
der Bischof im Anschluss an die schweigenden Handauflegung spricht:
Wir preisen dich, Herr, allmächtiger Gott, und rufen deinen
Namen an:
Steh uns bei, du Spender aller Gnaden.
Denn du berufst zum heiligen Dienst, und du erwählst zum Amt
in der Kirche.
Gott, unser Vater, du bleibst derselbe durch alle Zeiten,
du erneuerst alles in deiner Kraft und ordnest alles nach deinem
ewigen Ratschluss.
Du fügst und gewährst immer neu, was uns Not tut im Wechsel
der Zeiten,
durch dein Wort, deine Weisheit und Kraft: durch deinen Sohn, unsern
Herrn Jesus Christus.
Du hast deine Kirche geschmückt mit dem Reichtum himmlischer
Gnaden.
Du hast den Leib Christi wunderbar gestaltet in der Vielfalt der
Glieder
und ihn durch den Heiligen Geist geeint und geheiligt.
Du schenkst deiner Kirche Leben und Wachstum;
sie breitet sich aus und wird auferbaut zum Tempel des Neuen Bundes.
Deinem Namen zu dienen, hast du das dreifache Dienstamt gestiftet
und ausgestattet mit heiligen Gaben,
wie du schon im Anfang die Söhne des Levi
zum Dienst am ersten heiligen Zelt dir erwählt hast.
Als die Kirche zu wachsen begann, bestellten die Apostel deines
Sohnes,
geleitet vom Heiligen Geist, sieben bewährte Männer.
Ihre Helfer sollten sie sein für den täglichen Dienst;
sie selbst wollten frei sein für das Gebet und die Verkündigung
des Wortes.
Diesen Erwählten haben sie durch Handauflegung und Gebet
den Dienst an den Tischen übertragen.
So bitten wir dich, Herr, unser Gott:
Schau in Gnaden herab auf diese deine Diener.
Demütig treten wir vor dich hin und stellen sie dir vor:
Nimm sie als Diakone in den Dienst an deinem Altare.
Sende auf sie herab, o Herr, den Heiligen Geist.
Seine siebenfältige Gnade möge sie stärken, ihren
Dienst getreu zu erfüllen.
Das Evangelium Christi durchdringe ihr Leben.
Selbstlose Liebe sei ihnen eigen,
unermüdliche Sorge für die Kranken und die Armen.
Mit Würde und Bescheidenheit sollen sie allen begegnen,
lauter im Wesen und treu im geistlichen Dienste.
In ihrem Wirken sollen deine Weisungen aufleuchten;
das Beispiel ihres Lebens soll die Gemeinde auf den Weg der Nachfolge
führen.
So bezeugen sie wahrhaft den Glauben und bleiben bis ans Ende fest
in Christus verwurzelt.
Führe du sie auf Erden den Weg deines Sohnes,
der nicht gekommen ist, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen,
damit sie an seiner Herrschaft im Himmel einst Anteil erlangen.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn,
unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Alle am Gottesdienst teilnehmenden antworten: Amen.
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