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Institut für pastorale Bildung der Erzdiözese Freiburg

Die Geschichte des Ständigen Diakonats

Der Ständige Diakonat wurde während des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) wieder als eigene, beständige Stufe des Weiheamtes eingeführt.

Dem gingen verschiedene Bemühungen voraus: Ende 1944 gab es im KZ Dachau, im sogenannten Priesterblock, Überlegungen über eine etwaige Erneuerung des Diakonats. Man fragte sich: Wie können Christen in der Nächsten- und Feindesliebe aktiviert werden?
Sollte nicht ein kirchliches Amt in der Nähe von Betroffenen installiert werden, um gemeinschaftlicher mit ihnen verbunden zu sein, so dass sich das furchtbare Geschehen nicht mehr wiederhole?

1951 rief der spätere Diakon Hannes Kramer am Seminar für Wohlfahrtspfleger beim Deutschen Caritasverband in Freiburg den ersten Diakonatskreis ins Leben. Hier trafen sich Männer mit ihren Frauen, die an der Erneuerung des Diakonats und seiner Ausprägung interessiert waren.
Karl Rahner, damals Professor in Freiburg, begleitete diesen Diakonatskreis und wurde zu einem der eifrigsten Befürworter für die Wiedereinführung des Ständigen Diakons. Unter seiner Mithilfe kam es letztlich zu einer Vorlage beim II. Vatikanischen Konzil. Die Abstimmung fand am 21. November 1964 statt mit 2151 Ja- und 5 Neinstimmen.
1968 wurden im Dom zu Köln weltweit die ersten fünf verheirateten Männer zu Ständigen Diakonen geweiht.
Ebenfalls 1968 wurde Dr. Joseph Sauer vom Freiburger Erzbischof Dr. Hermann Schäufele zum ersten Bischöflichen Beauftragten für die Erneuerung des Ständigen Diakonats in unserer Erzdiözese ernannt.
Am 3. Oktober 1970 spendete Erzbischof Dr. Hermann Schäufele in der Seminarkirche den ersten 8 verheirateten Männern aus unserer Freiburger Erzdiözese die Diakonenweihe.

Die Deutschen Bischöfe gaben 1978 die erste Rahmenordnung für Ständige Diakone in der Bundesrepublik Deutschland heraus und schrieben diese 1987, 1994 und im Jahr 2000 fort.

Die Entwicklung des Ständigen Diakonats in der Erzdiözese ging kontinuierlich weiter. Bisher wurden in
37 Diakonatskreisen, die über die Diözese verteilt sind,
224 Bewerber zur Diakonenweihe geführt, davon
35 im Hauptberuf, alle weiteren als Diakone mit Zivilberuf,
18 Diakone, unter ihnen die wichtigen Wegbereiter des Anfangs, sind bereits verstorben.

weiter: Ausbildung zum Ständigen Diakon